Bierreise

Was Sie auf einer Bierreise nach Bamberg tun können …

Bamberg und Umgebung sind zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Und das Bier gehört natürlich zum festen Programm. Hier einige Empfehlungen, was Sie bei einer Bierreise in die Region Bamberg unbedingt machen sollten.

Übernachten in Bamberg

Um das Biererlebnis ausgiebig genießen zu können, empfiehlt sich mindestens eine Übernachtung. Bei größerem Interesse natürlich auch zwei oder mehr. Reservieren Sie hier gleich eine Übernachtung für Ihren Wunschtermin für Ihre Bierreise. Die Brauereien Spezial und Fässla bieten sogar eigene Übernachtungszimmer an.


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Brauereien besuchen

Im fränkischen Biermekka angekommen, steht der Besuch der Brauereien ganz oben auf der Liste. Die Braustätten Schlenkerla und Ambräusianum liegen im Herzen der Altstadt unterhalb des Dombergs. Man kann sie also gar nicht verfehlen. Auch die Klosterbräu und die Gasthausbrauerei Sternla sind zentral gelegen. Zwischen der Altstadt und dem Bahnhof befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft die Brauereien Fässla und Spezial. Lohnenswert ist zudem ein Abstecher in den Stadtteil Wunderburg, wo die Brauereien Keesmann und Mahr direkt gegenüberliegen. Immer ein Erlebnis: eine Tour auf den Kaulberg, um der Brauerei Greifenklau einen Besuch abzustatten. Die Brauereien Kaiserdom (ohne eigenen Brauereiausschank) und Kronprinz befinden sich im Stadtteil Gaustadt (Stadtbuslinie 906). Geführte Brauereitouren gibt es gegenwärtig in keiner Brauerei.

Auf den Bierkeller gehen

Zu einem Besuch in der Stadt gehört unbedingt ein Besuch “auf dem Keller” – zumindest in den Monaten April bis September. Dann haben bei schönem Wetter die traditionellen Sommerwirtschaften der Brauereien geöffnet. Ein bisschen Glück gehört also dazu, wenn Sie das echte Bierkeller-Feeling erleben wollen. Aber wenn es klappt, dann ist der Blick vom Spezial-Keller auf die Stadt unvergleichlich. Einen besseren Ausblick finden Sie in keinem anderen Biergarten der Welt. Fast ebenso schön ist es auf dem Greifenklau-Keller mit Blick zur Altenburg. Familien gehen bevorzugt auf den Wilde Rose-Keller, der mit seinem großen Platzangebot unter altem Baumbestand überzeugt und in der historischen Konzertmuschel oft Livemusik bietet.

Darüber hinaus gibt es noch einige schöne Biergärten in der Stadt: Sehr zu empfehlen sind hier die Gärten der Brauereien Mahr und Keesmann in der Wunderburg. Auch das Fässla betreibt in der Moosstraße einen größeren Biergarten. Und wer beim Spezial, beim Schlenkerla und bei der Klosterbräu bei sommerlichen Temperaturen im Freien sitzen will, kein Problem – alle Brauereien bieten Plätze mit Service im jeweiligen Hof an.

Ob in Bamberg und Umgebung „Kellerwetter“ herrscht oder nicht, das weiß am besten der Wetterochs. Das ist eine regionale Wetterseite für Bamberg und das Regnitztal.

Stadtführung zum Thema „Bier“

Wer die Bier- und Brauereigeschichte nicht alleine erkunden möchte, sollte sich einer der zahlreichen Touren und einem erfahrenen Bier-Führer anschließen. Die Zahl der Anbieter ist groß, und jeder hat seine eigene Art, den Teilnehmern das Thema näherzubringen. Hier eine kleine Auswahl der Stadtführungen zum Thema Bier und Brauereien: AGIL-Team Bamberg, Erlebnis Weltkulturerbe, KulturErlebnis Bamberg, Christian Berkenkamp, Uschis Traumstadtservice.

Führungen durch die Mälzerei Weyermann

Der Name Weyermann“ist Bierfachleuten in aller Welt ein Begriff. Er steht seit Generationen für die hohe Qualität von Spezialmalzen aus Bamberg. Der Familienbetrieb an der Brennerstraße bietet Führungen durch die Mälzerei an. Neben Deutsch auch auf Englisch, Spanisch, Russisch und Slowenisch! Direkt neben den gründerzeitlichen Mälzereigebäuden hat Firmenchefin Sabine Weyermann einen Fanshop geschaffen. In wunderschönem Ambiente gibt kreative Bier- und Spirituosenspezialitäten aus eigener Herstellung. Dazu kann an eine erlesene Vielfalt an Bieren, Whiskey und Likören bestaunen. Wer will, der kann in der dazugehörigen Braumanufaktur an einer Verkostung teilnehmen.

Felsenkeller-Führung

Ein besonderes Erlebnis ist eine Führung durch die Bamberger Unterwelt. Der Keupersandstein wurde schon vor Jahrhunderten zu Kühlzwecken ausgehöhlt. Später wurden die Stollen als Hauskeller oder für die Bierlagerung verwendet und vergrößert. Während des Zweiten Weltkriegs dienten die unterirdischen Gänge als Fluchträume für die Bevölkerung. Sie wurden außerdem Herstellung von kriegswichtigen Industrieprodukten genutzt. Noch heute sind große Teile der Bergstadt mit einem weitverzweigten Tunnelsystem miteinander verbunden und können besichtigt werden. Führungen bietet der Tourismus- und Kongressservice an. Die Touren dauern rund eineinhalb Stunden und müssen rechtzeitig vorher gebucht werden. Ein interessantes Detail der Bamberger Stadt- und Brauereigeschichte!

Brauereimuseum

In den Räumen der früheren Benediktinerbrauerei auf dem Michaelsberg befindet sich das Fränkische Brauereimuseum. Darin zu sehen sind 1.400 Exponate, mit denen die Herstellung des Bieres von der Gerste bis zum fertigen Produkt erklärt werden. Im alten Sudhaus befindet sich u.a. ein Schulungs- und Vortragsraum für Verkostungen und Bierseminare. Gegenwärtig wird das didaktische Konzept des Museums überarbeitet. Dennoch bietet es einen guten Einblick in die Geschichte der Bierproduktion mit all seinen Facetten. Alleine die Räumlichkeiten, die bis 1969 als Brauerei genutzt wurden, sind sehenswert und beeindruckend. Das Museum ist von April bis Oktober geöffnet.

Bierkneipen

In Bamberg gibt es zahlreiche Kneipen, die Bier örtlicher und regionaler Brauereien ausschenken. Immer einen Umweg wert: Ein Abstecher ins Café Abseits. Gerhard Schoolmann und sein Team bieten die wohl reichhaltigste Bier-Karte in Bamberg und der weiteren Umgebung. Sie wird regelmäßig um wechselnde Bierspezialitäten ergänzt, die man sonst nicht oder eben nicht oft bekommt. Für Bier-Liebhaber ist das Café Abseits deshalb Pflicht bei einem Besuch in Bamberg. Neu hinzugekommen ist das Bamberger Bierhaus am Obstmarkt. Der Name ist Programm: Roland Krefft und seine Crew servieren inmitten der historischen Altstadt neben regionalen Schmankerln rund 20 verschiedene Biere aus der Stadt und dem Landkreis. Und wem das nicht genug ist, der kann sich online vorab sein Wunschbier bestellen…

Bierothek

Wenn nicht in Bamberg, wo denn dann? Das könnte man sagen, wenn man die Hintergründe über die Entstehung der Bierothek kennenlernt. Denn Bamberg war die Keimzelle für die Idee, Bier – ähnlich wie Wein – den Kunden in seiner ganzen Geschmacksvielfalt zu präsentieren. In der Unteren Königstraße hat Christian Klemenz, der selbst bereits neue Biermarken erfolgreich etabliert hat, die Vision zur ersten Bierothek umgesetzt. In dem Ladengeschäft gibt es mehrere Hundert Biere zu kaufen, und ausgebildete Biersommeliere bieten fachkundige Beratung an. Dass das Konzept aufgeht, sieht man daran, dass mittlerweile in mehr als 15 Städten Bierotheken entstanden sind. Ein Besuch in der Bamberger Bierothek lohnt sich also – und wer dafür doch keine Zeit findet, dem bleibt zumindest der Online-Shop mit seinen über 300 Bieren. Nach dann: Prost!

Biersommelier

Bier mit allen Sinnen genießen – das ist der Anspruch der Biersommeliere. In mehrstündigen Seminaren lernen die Teilnehmer die Seite “jenseits” des bloßen Trinkens kennen. Hier geht man den feineren Geheimnissen des Biergenusses auf den Grund. Nach einer kurzen Einführung zur Biergeschichte und -herstellung sowie dem Brauprozess verkosten die Teilnehmer gemeinsam mehrere Biersorten. Dies schärft die Sinne für sensorische Details wie Farbe, Geruch oder auch Geschmacksnoten des Gerstensaftes. Somit erhalten die Teilnehmer einen kleinen Einblick in die feinen Unterschiede einzelner Biersorten und Braustile. Weitere Angebote wie Braukurse, Bierkulinarien oder Bierkochkurse lassen das weite Spektrum erahnen, das hinter einer Bierverkostung durch ausgebildete Sommeliere steht.


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